Geopark Ries e. V. - 40 Gründungsmitglieder heben den neuen Verein aus der Taufe

Erfolgreiche Versammlung – Landrat Stefan Rößle erster Vorsitzender



Der Nationale Geopark Ries ist auf dem besten Weg zu einem eingetragenen Verein. Bei der Gründungsversammlung in Nördlingen ist ein Großteil der im Gebiet des Geoparks liegenden Landkreise und Gemeinden den Schritt mitgegangen und Vereinsmitglied geworden. „Ich freue mich sehr über diese tolle Beteiligung, zeigt sie doch, dass sich die Landkreise und Städte gemeinsam für den Geopark engagieren“, erklärte Landrat Stefan Rößle, der zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde.
Hintergrund für die Vereinsgründung ist die Bewerbung des Nationalen Geoparks Ries um den Titel „UNESCO Global Geopark“ im vergangenen Jahr. Die Deutsche UNESCO Kommission hatte den Antrag für ein Jahr zurückgestellt und den Verantwortlichen im Geopark Ries dringend empfohlen, zunächst eine strukturelle Verankerung des Geoparks als Organisation mit eigener Rechtspersönlichkeit, also einer Rechtsfähigkeit nach öffentlichem oder bürgerlichem Recht, herbeizuführen. Grundsätzlich sei die Rückmeldung aber positiv gewesen, betonte Geopark-Geschäftsführer Günther Zwerger bei der Gründungsversammlung: Landschaft und Geotope des Geoparks Ries haben wissenschaftliche Bedeutung im internationalen Maßstab und besitzen ein klares Alleinstellungsmerkmal. Der Geopark Ries sei hinsichtlich seiner Ausstattung unzweifelhaft ein idealer Kandidat auf den Titel „UNESCO Global Geopark“. Und die Integration in das Tourismusmarketing vor Ort sei vorbildlich.
Im Kontext des möglichen UNESCO Global Geopark-Titels haben Landrat Stefan Rößle und Geschäftsführer Günther Zwerger klargestellt, dass damit kein neues Schutzgebiet entsteht. Landrat Rößle: „Es wird weder für Kommunen noch für Unternehmen oder Landwirte Einschränkungen geben.“
Nachdem der Kreistag des Landkreises Donau-Ries einer Vereinsgründung zugestimmt hatte, hat Günther Zwerger Fachanwalt Rainer Noll aus Stuttgart mit der Erarbeitung der Vereinsregularien beauftragt, die vor allem auch die Erfordernisse des EU-Beihilferechts erfüllen müssen. Noll hatte für die Gründungsversammlung die Vereinssatzung und die sonstigen Vereinsregularien für den neuen Verein vorbereitet.
Die umfangreiche Vorbereitung hat sich letztlich ausgezahlt, bei der Versammlung in Nördlingen wurden alle Vereinsregularien einstimmig angenommen. Überhaupt verlief die Vereinsgründung überaus erfolgreich, statt der erforderlich sieben haben gleich 40 Mitglieder den neuen Verein aus der Taufe gehoben, darunter natürlich der Landkreis Donau-Ries. Insgesamt liegen im Gebiet des Geoparks fünf Landkreise und 53 Gemeinden, die potentiell Vereinsmitglieder werden können.
Der Mitgliedsbeitrag für den Landkreis Donau-Ries beträgt 20.000 Euro pro Jahr, die anderen vier Landkreise Ostalbkreis, Dillingen, Heidenheim und Weißenburg-Gunzenhausen müssen laut Satzung je 500 Euro pro Jahr bezahlen, Städte 100 Euro und Gemeinden 50 Euro.
Vorsitzender des neuen Vereins Geopark Ries ist Landrat Stefan Rößle, seine beiden Stellvertreter sind Landrat Klaus Pavel vom Ostalbkreis und der Nördlinger Oberbürgermeister Herrmann Faul. Als Beisitzer wurden gewählt: Michael Holzinger (Bürgermeister der Gemeinde Bissingen als Vertreter des Landkreises Dillingen), Gerhard Wägemann (Landrat das Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen), Dr. Martin Drexler (Bürgermeister der Stadt Wemding), Wolfgang Kilian (Bürgermeister der Stadt Harburg), Günther Pfefferer (Bürgermeister der Stadt Monheim), Petra Wagner (Bürgermeisterin der Stadt Oettingen) und Wilhelm Rehklau (Bürgermeister der Gemeinde Deiningen). Als Kassenprüfer fungieren Christoph Schmid (Bürgermeister der Gemeinde Alerheim) und Roland Wildfeuer (Bürgermeister der Gemeinde Daiting).

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Die Führungsmannschaft des neuen Vereins Geopark Ries: (von links) Geopark-Geschäftsführer Günther Zwerger, Herrmann Faul (Nördlingen), Dr. Martin Drexler (Wemding), Roland Wildfeuer (Daiting), Heike Burkhardt (stellvertretende Geopark-Geschäftsführerin), Fachanwalt Rainer Noll, Petra Wagner (Oettingen), Wolfgang Kilian (Harburg), Christoph Schmid (Alerheim), Landrat Stefan Rößle und – in Vertretung von Landrat Klaus Pavel – Gabriele Seefried.

Bild: Lisa Lechler (Geopark Ries)


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